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Ich schaffe das.... sowieso nicht!

Meine 1. Anmeldung an einen 10 km Lauf - wie schaffe ich das bloss?

Ein 10 km Lauf? Das schaffe ich nicht! Yoga? Dafür bin ich zu unbeweglich! Irish Dance? Dafür habe ich zuwenig Rhytmus im Blut! Blog-Schreiben? Zuwenig kreativ! Ja, ich gibs zu... Mein innerer Kritiker und Zweifler höre ich immer noch sehr häufig. Wenn ich so denke, dann schaffe ich es wirklich nicht! Denn dann fange ich gar nicht erst an. Und das ist die Kruxs an der Sache. 

So möchte ich heute meine Erfahrungen mit Euch teilen, wie ich dieses Jahr zum ersten Mal einen 10km Lauf absolviert habe. Nach meinem letzten für mich doch sehr emotionalen Blog-Beitrag über die Hündin Bella, ist dieser Beitrag eher leicht, ein kleiner Tipp von mir für Dich. Man könnte auch sagen: wie ich meinen inneren Schweinehund ausgetrickst habe. 

Wie kam es überhaupt dazu?

Im Frühling 2015 haben meine Schwester und ich aus einem Jux heraus abgemacht, dass wir dieses Jahr am Auffahrtslauf in St. Gallen mitmachen werden. Ich hatte das Gefühl, dass es sicherlich ein Ansporn sein wird zu trainieren, wenn ich ein konkretes Ziel hätte. Und schliesslich hatte ich ja auch noch jede Menge Zeit, nämlich genau ein Jahr. Also alle Zeit der Welt. Wie schnell ein Jahr vorbei rasen kann, weisst Du sicher selber ;-)

Ich jogge eigentlich schon sehr lange und auch regelmässig. Immer in meinem Tempo, welches, ich würde es mal so nennen, sehr gemächlich ist. Zwischendurch, wenn ich müde bin, kann es durchaus vorkommen, dass ich auch mal laufe oder unterwegs etwas anschaue. Ich habe es wirklich nie eilig beim joggen. Jetzt hatte ich also ein Ziel. Aber wie schaffe ich das bloss? Guter Rat teuer!

Ich musste nämlich schon sehr bald feststellen, dass meine normale Joggingrunde sehr weit von 10 km entfernt ist. Um ehrlich zu sein, reden wir hier nicht mal von der Hälfte. Ich war tatsächlich immer nur 3.5 km gerannt. Im Herbst letzten Jahres hatte ich wirklich keine Ahnung, wie ich mich auf 10 km steigern sollte. 

Nach dem Winter ging es dann richtig los...

Der Winter ging vorbei, und langsam kam der Frühling und damit rückte auch der Lauf immer näher. Zum Glück fand meine gute Freundin, dass sie mit mir trainieren möchte. Vielen Dank von Herzen dafür. Zusammen ging es leichter und die Motivation wuchs. Doch 10km... Noch meilenweit (ca. 4 km) davon entfernt. Langsam steigerten wir uns und irgendwann unter Schmerzen und Anstrengung schafften wir auch die 10 km. Was für ein Glücksgefühl!

Ok, ich wusste also, dass ich die 10 km schaffen konnte. Ich wusste aber auch, dass ich mental noch viel stärker werden musste. Ich knickte unterwegs immer wieder ein und der innere Schweinehund war teilweise sehr gross, dieser Schuft! In der Woche vor dem Lauf, meine Vorfreude musste immer wieder einer leisen Panik weichen, habe ich entschieden, dass ich nur noch spazieren gehen werde. Ich wollte unbedingt vermeiden, dass ich auch noch mit Schmerzen im Knie den Lauf absolvieren musste. Zum Glück haben wir ganz bei uns in der Nähe eine wunderschöne Naturlandschaft, so dass die Vorbereitung wenigstens auch ein diesbezüglich ein Erlebnis war. 

Hier einige Bilder:

Der Lauf

Der Lauf lief wirklich gut! Unterwegs sah ich, wie die Zuschauer mich anfeuerten! Hopp, Hopp, Hopp! Ich sah den schönen Gübsersee und die liebevollen Enten. Auf dem Gelände des Open-Air St. Gallen kamen einige Erinnerungen hoch. Schöne Stunden hatte ich hier schon verbracht. Innerlich musste ich schmunzeln. Ich sah unterwegs auch die schöne Natur, die vielen Kleinigkeiten, so dass mir phasenweise gar nicht bewusst war, dass ich am laufen war. Aufmunternde Worte von den anderen Teilnehmer/innen begleiteten mich. Schlussendlich war ich natürlich 'nur' im hinteren Drittel des Teilnehmerfeldes, aber ich hatte am Ende des Laufes sogar noch die Energie, ausgelassen tanzend ins Ziel zu kommen. Wahre Glücksgefühle durchströmten mich. Ich hatte es geschafft. Meinen ersten 10 km Lauf schaffte ich in einer für mich durchaus akzeptablen Zeit. Ja, und als ob das noch nicht genug war, nahm ich wahr, dass die Zuschauer im Stadion mir zujubelten. Jaaaaa mir!! Unglaublich! Ich war so glücklich. Ich schaffte es sogar in die lokale Zeitung, ein grosses Bild von mir erschien in der Beilage. Die Frau, die tanzend durchs Ziel kam. Was, sollte das alles wahr sein? Ich war soooo glücklich!

Erst jetzt merkte ich, dass ich immer noch am spazieren war. Was war geschehen? Ich hatte mir das alles ausgedacht. Mein Hirn, meine Gedanken, mein ganzes Sein hatten mich den Lauf absolvieren lassen. In Gedanken war ich am Ziel. Und ich war glücklich. Ja, es funktioniert wirklich! Allein mit der Macht Deiner Gedanken kannst Du viel erreichen. Denke positiv, denke Dich ans Ziel, fühle wie es sein wird, wenn es passiert. Fühle hinein, wie es sich anfühlt. Gehe mit diesen positiven Gefühlen durchs Leben. Und Du wirst positives anziehen.  Lass schwere Gedanken, dass Du es nicht schaffen kannst! Du kannst alles schaffen! 

Der Auffahrtslauf ist übrigens ein tolles Erlebnis. Fröhliche Menschen, super Stimmung, ein gesunder Ehrgeiz. Am Schluss ist für mich alles so gekommen, wie ich es mir ausgemalt hatte (ausser das mit der Zeitung) ;-).... Für das nächste Mal sind wir bereits wieder angemeldet. Wer ist dabei?

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Die Bilder sind alle von mir und entweder beim joggen oder beim spazieren entstanden. 

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