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was wandern für mich bedeutet

Kennst Du das? Nach der Arbeit ins Fitness Center, in die Zumba Stunde, schnell eine Runde joggen? Hast Du Dir schon einmal überlegt, wofür Du das alles machst? Was sind Deine Ziele im Sport? Dieser Tage habe ich mir überlegt, wie sich mein Verhältnis zum Sport in den letzten Jahren immer mehr und mehr gewandelt hat. Dazu muss ich aber etwas ausholen.

Früher war ich ein absoluter Sport-Muffel, mit ca. 20 Jahren habe ich angefangen, regelmässig Sport zu machen. Joggen, biken, bald ging ich ins Fitness Center, in die verschiedenen Kraft- und Ausdauertrainings. Der Erfolg liess nicht lange auf sich warten. Irgendwann hatte ich noch 44 kg, bei einer 'Grösse' von 1.56m. Eindeutig zu wenig. Doch ich fühlte mich wohl dabei. Ich konnte locker 3 Stunden nacheinander trainieren, zuerst Ausdauer, dann Spinning und zuguterletzt noch ins Taeboe. Ich wollte noch fitter, noch schlanker, noch trainierter werden. Ich glaube, ich war ein bisschen besessen. Ich suchte Anerkennung im aussen, meinte, ich würde so mein Glück finden. Wenn ich noch schlanker, noch fitter und noch trainierter wurde. 

Heute hat sich mein Verhältnis zum Sport geändert... und was mir wandern bedeutet...

In den Jahren hat sich mein Verhältnis zum Sport eindeutig gewandelt. Aber wie? Wie sieht es heute aus? Ich mache immer noch gerne Sport. Ich gehe viel wandern, skifahren, joggen, radfahren. Dies alles in Massen. Und vor allem: heute mache ich Sport aus der inneren Sichtweise. Was bringt mir der Sport? Ich bleibe fit, sowie körperlich wie auch geistig. 

Vor allem das Wandern hat es mir angetan. Wenn ich am wandern bin, kann ich meine Gedanken sehr schön auf mein Inneres lenken. Es gibt nichts schöneres, nichts was mich mehr erdet als in der Natur zu sein. Jeder Schritt in der Natur bringt mich zurück in meine Kraft, ich bin vereint mit diesem wunderbaren Planeten, mit der Natur, mit den Elementen. Meine Begleiter und Begleiterinnen sagen mir häufig, dass ich sehr langsam laufe. Ich mache das ganz bewusst. Ich drehe mich auch immer wieder mal um. Denn je nach Blickwinkel, verändert sich auch die Landschaft immer wieder. Ich laufe einfach in meinem Tempo. 

Denn - wie ich finde - ist wandern oder gehen die ideale Geschwindigkeit eines Menschen. Wandern entspricht der natürlichen Laufgeschwindigkeit eines Menschen. Denn nur diese Geschwindigkeit bringt den Menschen in den absolut jetzigen Moment.

 

Wenn ich wandere sehe ich die Blumen um mich herum.

Wenn ich wandere erkenne ich in der Distanz die Alphütte.

Wenn ich wandere nehme ich die Gerüche um mich herum wahr.

Wenn ich wandere, und auf meine innere Stimme höre, merke ich auch, wenn sich die Landschaft ändert, und mir gezeigt wird, nach links oder nach rechts zu schauen.

Wenn ich wandere, erkenne ich die Veränderung der Tageszeiten, nehme wahr, wie sich die Lichtverhältnisse ändern.

Und wenn ich wandere, erkenne ich die verschiedenen Jahreszeiten. Erkenne die Veränderungen der Bäume je nachdem ob es Frühling, Sommer, Herbst oder Winter ist. 


All das ist meiner Meinung nicht möglich im Auto oder gar im Flugzeug!


Und so entstehen immer wieder grandiose Bilder meiner Wanderungen. Danke an dieses wunderschöne Land, in dem ich leben darf. Danke an die Schweiz! 


Letztens ging mir folgender Satz durch den Kopf: Wie viel leichter wären die Menschen, wenn sie Sport nicht wegen des Gewichtes machen würden? Leichter im Denken, leichter im Sein, ohne Zwänge von aussen. Leicht und frei. Leichter im wahrsten Sinne des Wortes. 


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