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Halloween und Allerheiligen - mal anders

Halloween und Allerheiligen. Das erste ein Brauch, welcher erst in den letzten Jahren mehr und mehr in den europäischen Ländern (wieder) eingeführt wurde und - nun ja  wie ich meine - (zu) stark kommerzialisiert wird ohne den Hintergrund zu verstehen. Das 2. ein Tag im Jahr an dem ich, seit ich zur arbeitenden Bevölkerung gehöre, immer schon frei hatte. 

Mein Leben bewusst zu leben, mehr und mehr verstehen, was ich mache und warum ich es mache - gehört zu meinen Ausrichtungen. So stehe ich den Halloween-Auswüchsen durchaus skeptisch gegenüber. Ohne dass dabei die Freude der Kinder, welche durch die Häuser ziehen, schmälern möchte. Ich frage mich aber ehrlich: Geht es bei Halloween nur ums Geschäft?


Halloween

Halloween (von 'All Hallows Eve' - der Abend vor Allerheiligen) benennt die Volksbräuche am Abend vor Allerheiligen.  Dieses Brauchtum war ursprünglich vor allem im katholischen Irland verbreitet. Die irischen Einwanderer in den USA pflegten ihre Bräuche in Erinnerung an die Heimat und bauten sie aus. Von dort aus schwappte der Brauch zurück nach Europa, wo er mehr und mehr Anklang fand und heute ein grosses Geschäft darstellt. (vgl. Wikipedia)

Allerheiligen

Allerheiligen ist ein christliches Fest, zu dem 'aller Heiligen' gedacht wird, also jener verherrlichten Glieder der Kirche, die schon zur Vollendung gelangt sind. Im Laufe der Jahrhunderte wurde es wegen der steigenden Zahl von Heiligen schwierig, für jeden an einem eigenen Tag zu gedenken.  Aus diesem Grund feiert die katholische Kirche Allerheiligen als allgemeinen Gedenktag. (vgl. Wikipedia)



Nun ja. Halloween mit seinen jetzigen Auswüchsen sehe ich eher skeptisch. Sich bewusst zu sein, weshalb wir uns als Zombies verkleiden oder weshalb wir Süsses oder Saures verlangen scheinen die wenigsten. Ändern kann ich es nicht - denn die Wirtschaft wittert schon lange ein immenses Geschäft. Ändern möchte ich es auch gar nicht. Aber ich kann an jenem Abend und auch am nächsten Tag - an Allerheiligen - das machen, was mich glücklich macht.

So wählte ich am Halloween Abend eine Yoga Stunde. Sie erfüllte mich mit Ruhe und Frieden. Glücklich ging ich an jenem Abend nach Hause. Zu-Frieden-heit breitete sich in mir aus. Und ich wusste - dass ich mich richtig entschieden hatte. 

Zumal dies noch eine weitere positive Komponente beinhaltete. An nächsten Tag war nämlich sonniges Spät-Herbst-Wetter. Früher... da ging ich öfters feiern. Der nächste Tag fiel dann der Müdigkeit und - ich gebe es zu - dem Alkohol zum Opfer. Heute geschieht dies in Massen.

So war ich fit und munter. Und ging in die Berge. 

Allerheiligen wie ich es feiere...

In meiner Erinnerung an meine Kindheit und an mein Jugendalter gingen wir jedes Jahr an Allerheiligen in die Kirche und anschliessend auf den Friedhof. Einmal im Jahr war der Friedhof voller Menschen. Einmal im Jahr? Können wir nicht jederzeit an die Verstorbenen denken? Ich fragte mich damals schon: Brauche ich einen Friedhof, um an meine liebe 'Nona' und an alle meine lieben Verstorbenen zu gedenken? Natürlich ist es für die Hinterbliebenen schön, wenn sie einen Ort haben, an den sie gehen können, um an die liebe Verwandte zu denken. 

Für mich war schon lange klar: Zugang zu meinen lieben Verwandten habe ich nicht nur auf dem Friedhof. Den Zugang trage ich in mir. Den Zugang finde ich in der Natur, finde ich in der Stille. So wählte ich bewusst den Weg in die Berge an Allerheiligen. 

Mein Leben gestalte ich (mehr und mehr) so, wie ich empfinde, dass es richtig ist. Und nicht so, wie 'man' es erwartet. An Allerheiligen auf den Friedhof zu gehen, nur weil es alle machen und es vielleicht in einem Dorf erwartet wird - davon habe ich mich verabschiedet.

Frieden finde ich in der Natur. Verbindung finde ich in der Natur. Auch zu den Verstorbenen. Wenn ich von meiner Oma einen Rat brauche, gehe ich in die Natur. Die Antwort finde ich bestimmt. In mir. Hinter jedem Strauch, hinter jedem Stein gibt es soviel zu entdecken. Bergseen in ihrer klarsten und reinsten Form beruhigen unsere Gedanken. Lassen uns still werden. Ebenso die Unendlichkeit der Bergspitzen.

 

Und wir finden jede Antwort, die wir brauchen.

Bestimmt hat uns unsere Oma den Rat zugeflüstert. 


So sind diese Fotos an Allerheiligen in Davos entstanden:


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Kommentare: 2
  • #1

    JANET (Montag, 06 November 2017 19:45)

    Toller Blog Dagi, und ich bin grad glücklich auf welch schönem Weg du bist für dich .

  • #2

    Dagmar (Dienstag, 07 November 2017 18:05)

    Danka vielmol, Janet!