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Meditieren für Anfänger

Meditieren für Anfänger! Bewusst habe ich den Titel so gewählt. Denn häufig höre ich folgende Ausflüchte, warum Menschen (sowieso) nicht meditieren können:

  • Ich kann nicht 5 Minuten still sitzen.
  • Menschen, die meditieren, sitzen da und machen den ganzen Tag 'om... om'...
  • Beim meditieren würde mir langweilig werden.
  • usw. 

Dabei, meine Lieben, ist meditieren etwas vom Schönsten, was es gibt. Ich selber würde mich auch noch als Anfängerin bezeichnen. Doch eines habe ich bis jetzt herausgefunden: Beim meditieren kann man keine Fehler machen. Das einzige, was man falsch machen kann ist.... nicht zu meditieren. 

So nehme ich Dich mit auf meine ganz persönlichen Meditationsreise.

Wie ich dazu kam

Begonnen zu meditieren habe ich in etwa gleichzeitig mit dem Start dieses Blogs. Ich hatte damals viel gelesen, und meine Sehnsucht lag darin, meine eigene Weisheit, meine tiefeigene Stimme wieder wahrzunehmen und zu hören. Meine Sehnsucht lag auch darin, aus meinem Mief, meinem verstaubten Denken wieder herauszufinden. Menschen, die mich kennen, haben mich wahrscheinlich nicht so gesehen. Jedoch wusste ich tief in mir drinnen, dass mein wahres Wesen anders war, als ich mich selber wahrgenommen habe. Meine Gedanken waren vielfach wenig lichtvoll, eher schwerfällig, ohne Reflektion wie ein trüber See. Ich war Meisterin in Gedankenkarusselle kreieren. So dümpelte ich umher - wie in Watte gepackt - war mir gar nicht bewusst, dass meine Gedanken nicht ICH bin. 

Ich weiss nicht mehr wo, aber irgendwo habe ich gelesen, dass die Meditation eine wirkungsvolle Methode ist, die eigenen Gedanken zu beobachten, vielleicht irgendwann abzuschalten... und dann, wenn es ganz still ist, Dein wahres Wesen zum Vorschein kommt. So machte ich meine 1. Erfahrungen. 

Wie es dann weiterging

So ging ich also mutig daran, setzte mich hin, suchte eine Meditations-Anleitung bei youtube, schloss meine Ohrenstöpsel an und schloss meine Augen. Die 1. Erfahrungen waren sehr unspektakulär. Dennoch fühlte ich, dass dies der Schlüssel sein könnte. Ich wurde ruhiger, der Atem verlangsamte sich. Trotzdem nahm ich den Atem sehr bewusst wahr. Vor den Augen war es schwarz aber nicht dunkel. Dunkel im Sinne von hellem oder schwarzem Erleben. 

Mit der Zeit begann ich zu variieren. Manchmal hörte ich Musik, ein anderes Mal Mantras, wieder ein anderes Mal widmete ich die Meditation meinem Herzen. Die Möglichkeiten sind unerschöpflich. 

Eines jedoch bemerkte ich: Die Meditation wurde tiefer. Irgendwann wurde der Raum vor meinem inneren Auge unendlich weit. Gefühle kamen hoch, die Alltags-Gedanken wurden ruhig(er). Impulse wurden mir gereicht, solche wie ich sie noch nie im Leben gedacht oder gefühlt hatte.  Manchmal schien es, als würde ich einschlafen, aber nur soweit, um eine Ebene tiefer zu rutschen. Das Feld wurde unendlich. 

Natürlich ging es nicht jeden Tag gleich. Des öfteren kam ich nicht aus meinem Alltags-Kopf raus. Dort ging mir etwas nach, was schief gelaufen war. Dort beschäftige mich eine Aussage eines Kollegen. Aber das macht nichts. So wie nicht jeder Tag gleich ist, so ist auch nich jede Meditation gleich. 

So wurde die Meditation zu meinem (täglichen) Begleiter. Manchmal länger, manchmal kürzer. Manchmal tiefer, manchmal oberflächlicher. Jedoch immer in einer liebevollen Absicht zu mir selber. Mich selber besser kennenzulernen, mir selber Zeit zu schenken, zu merken, dass ich viel mehr bin, als meine Gedanken.

Meine Tipps für Dich wie es mit der Meditation klappen könnte!

Hast Du Lust, auch zu meditieren? Fällt es Dir schwer, den Anfang zu finden? Gerne reiche ich Dir hier ein paar Tipps, wie es vielleicht klappen könnte:

  • Es gibt kein richtig oder falsch! Löse Dich vom Erwartungs-Druck. Jemand sagte einmal zu mir: Über die Meditation sollte man nicht zu viel wissen. Denn ansonsten sind die Erwartungen oder die Zweifel mitunter zu gross. Man kann 1. nichts falsch machen, und 2. niemandem weh tun. 
  • Sorge für eine entspannte Atmosphäre! Nimm Dir Zeit für Dich. Sieh die Meditation an als Zeit, die Du Dir (höchstpersönlich) schenkst. Suche Dir einen Raum aus, in dem Du ungestört bist. Zünde vielleicht eine Kerze an und lösche das Licht aus. Es ist Deine ganz persönliche Zeit. Nutze sie!
  • Werde ruhig, atme entspannt weiter. Gut ist es auch, zuerst einfach den Atmen zu beobachten. Tief in den Bauch zu atmen, und dies zu fühlen, bringt schon mal eine Beruhigung der Gedanken. Ich mache mir immer wieder bewusst, dass ich, wenn ich denn Atem kontrolliere, ich auch meine Gedanken kontrollieren kann. 
  • Suche die für Dich geeignete Methode. Wie schon erwähnt, das Feld an Möglichkeiten ist schier unerschöpflich. Viele tun sich einfacher, wenn sie zu Beginn eine geführte Meditation machen, so eine Art Gedanken-Reise. Auch hier sind die Angebote riesig. Frage Dich: Was würde mir gerade gut tun? Eine Herz-Meditation, eine Engel-Meditation, eine Chakren-Meditation, eine Meditation für mehr Selbstliebe? Es gibt auf youtube unzählige Angebote. Schau einfach mal rein!
  • Wenn Du genügend Erfahrung gesammelt hast, möchtest Du vielleicht auch ganz in die Stille gehen. Denn dort, wo unendliche Stille herrscht, hörst Du Dich selber am lautesten. Vielleicht findest Du dort eine tiefe Verbindung Deines spirituellen Ich's mit Deinem Menschen Ich. Vielleicht findest Du dort all die Antworten, nach denen Du suchst. 
  • Finde einen schönen Ort, verbinde Dich mit ihm! Vielleicht möchtest Du auch versuchen, in der Natur zu meditieren. Dort, wo es keine äusseren Einflüsse gibt, dort wo es kein w-lan hat, genau dort ist die Verbindung am grössten. 
  • Finde einen bequemen Ort. Am Anfang kann es Sinn machen, in einem Sessel zu sitzen, bei dem der Rücken gestützt ist. Schau, dass die Füsse auf dem Boden sind, damit Du gut geerdet bist. 

Hast Du Lust bekommen, die Meditation auszuprobieren? Ich ermutige Dich dazu! Und schliesse diesen Beitrag mit einer gewagten These:

Würden alle Menschen auf dieser Welt meditieren, wäre die Welt friedlicher und entspannter!


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Titel-Foto von Sara Ball von Unsplash  /  2. Foto von mir beim Davoser-See

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